Drei Spieler, ein Ziel: Louis Sommer (14), Kevin Hartmann (17) und Yannic Zinke (14) wollen eines Tages „so hoch wie nur möglich Fußball spielen“. Am liebsten würden sie natürlich Profi werden, deshalb haben sie sich dem neuen Nachwuchsleistungszentrum angeschlossen. „Hier werden wir optimal gefordert und gefördert“, ist sich das ehrgeizige Trio einig.
Foto: Christoph Böger
„Wir werden in jeder Trainingseinheit voll gefordert und da ist immer Zug drin. Jeder hört genau zu, wenn uns der Trainer die Übungen erklärt“, versichert Yannic Zinke. Das ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich. Doch der Jungspund weiß es genau, denn Zinke war bis vor kurzem der Kapitän der erfolgreichsten Coburger Mannschaft. Die C-Jugend des DVV hat den Aufstieg in die Bayernliga geschafft. Alle Spieler dieses Erfolgsteams werden auch im NLZ gefordert und gefördert.
Den Spielern wird in regelmäßigen Trainingseinheiten nicht nur erklärt, wieviele tausend Möglichkeiten es gibt, das Runde im Eckigen zu versenken, sondern vor allem auch die Chance gegeben, Wertschätzung für ihre Situation und Perspektiven zu empfinden und darüber eine stabile Eigenmotivation zu entwickeln.
„Ich kann hier viermal in der Woche trainieren und es macht verdammt viel Spaß immer wieder mit so guten Mitspielern zusammen zu kicken“. Louis Sommer (14) ist schon seit vielen Jahren unter den Fittichen von so erfahrenen Trainern wie Günther Weidlich, Dietmar Ötter oder Andre Rackisch. Er freut sich auf jede Einheit und will sich ständig verbessern – schließlich hat auch Sommer, wie fast jeder Spieler des NLZ – ein großes Ziel.
„Fußballprofi werden“ – danach strebt fast jeder Spieler, der auf dem städtischen Kunstrasenplatz in der Wiesenstraße dem Ball hinterher jagt. „Es wäre fantastisch, wenn es uns gelingen würde, den einen oder anderen Spieler an die Bundesliga heran zuführen“, hofft Peter Rackisch. Wenn einer von den Jungs ein Angebot von einem Profiklub bekommt, würden wir selbstverständlich zum Wechsel raten. Schließlich steht der Leistungsgedanke im Mittelpunkt: „Wir wollen die besten Spieler jedes Jahrgangs aus unserer Region zusammenführen und sie dann optimal ausbilden..
Für Rackisch spielt es dabei überhaupt keine Rolle, ob der Dachverein nun DVV, TSV, Spvg oder XYZ heißt. „Es geht um die optimale Förderung“, wiederholt der Fußball-Fanatiker, der innigst hofft, dass Skeptiker und Neider des NLZ schnell umdenken. Natürlich habe er Verständnis für die Bedenken und Sorgen der Jugendtrainer in Stadt und Land – manche haben sogar Angst davor, „auszubluten“, wenn sie regelmäßig wichtige Spieler ans NLZ und damit an den DVV abgeben – doch der Grundgedanke und die Ziele dieser vom DFB und BFV unterstützten Einrichtung in der Vestestadt sei nach der festen Überzeugung Rackisch „doch absolut überzeugend“.
Dem Prinzip der Altersmäßigkeit verpflichtet, ist der Prozess der Ausbildung im NLZ nachhaltig angelegt. Die Grundfertigkeiten werden im Basis- und Aufbaubereich (U11 bis U14) geschult. Danach werden in den Leistungsbereichen (U15 und U16) sukzessive Spezialisierungen vorgenommen.
Das gefällt auch Kevin Hartmann. Der 17-jährige Mittelfeldspieler hat eine stressige Zeit mit längeren Fahrten hinter sich. Mit 14 wechselte er bereits von Rödental zum SV Memmelsdorf und fand nach einem zweijährigen Gastspiel beim FC Eintracht Bamberg nun den Weg zurück in die Region. In der Landesliga-A-Jugend des DVV Coburg, die zwar nicht mehr direkt zum NLZ gehört, bei der aber unter vergleichbaren Bedingungen trainiert wird, will er die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere schaffen: „Ich bin überzeugt, dass ich mich hier weiter entwickeln werde und optimal aufgehoben bin.“