FC VIKTORIA KAHL - DVV COBURG I 1:1 (1:1)

Schnelles DVV-Tor durch Engelmann
Bei den schwachen Kahlern reichte es für Coburg aber nur zu einem 1:1-Unentschieden

Der Sportverein DJK Viktoria/VfB Coburg hat leichtfertig eine große Möglichkeit vergeben. Eine solch schwache Mannschaft wie Viktoria Kahl am Samstag bekommen die Oberfranken so schnell nicht wieder vorgesetzt. Beide Teams bestätigten eindrucksvoll, dass sie zu Recht in der Tabelle ganz unten stehen. Vor allem die Gastgeber waren gegenüber der starken Vorstellung am Dienstag im Pokal gegen Frohnlach nicht mehr wiederzuerkennen.
Dabei hätte es für die Gäste gar nicht besser anfangen können: Nach genau 33 Sekunden schnappte sich Jakob Engelmann die Lederkugel. Niemand auf Kahler Seite war zuständig für die Nummer 15 und der Coburger bedankte sich mit einem unhaltbaren Schuss ins lange Eck.
Aber die Oberfranken setztennicht konsequent nach, um den "Sandhasen" den frühen Knockout zu verabreichen. Saftlos, kraftlos, willenlos, ohne Mumm, so zeigten sich Chyla und Co. in den ersten 45 Minuten.
Viktoria-Vorsitzender Fritz Will war beim Pausentee außer sich: "Ich kann das nicht begreifen, wie sich unsere Spieler heute präsentieren."
Es dauerte eine geraume Zeit, ehe sich die "Rot-Schwarzen" von diesem Schock erholten. Da half auch der Ausgleichstreffer nichts, der dank gütiger Mithilfe des Gästeschlussmannes zu Stande kam. Keeper Bauer hatte das Leder schon in den aufnahmebereiten Händen, da ließ er die Kugel wieder fallen und Smith staubte ab. Lediglich Rostan-Afschar versuchte mit zwei Schüssen sein Glück. Auf der Gegenseite konnten die Männer von Trainer Stefan Braungardt eine kurze Drangperiode vor der Pause mit mehreren Eck- und Kopfbällen nicht nutzen.

Der zweite Abschnitt begann wie der erste. In der 47. Minute verwandelte Jahrsdörfer eine Hereingabe von rechts, aber der Unparteiische entschied auf Abseits.
Jetzt wurden die Einheimischen zumindest kämpferisch stärker, die Begegnung indes nicht besser. Torsteher Bauer verhinderte mit einer Prachtparade gegen Chyla einen Rückstand seiner Elf. Lukas Engelmann zielte mit einem Freistoß über die Querlatte.
Als Kahl die Schlussviertelstunde der Partie in Unterzahl bestreiten musste, wollten Reich und Co. mit Macht den Siegtreffer. Aber alle Aktionen waren zu ungenau, zudem fehlte die letzte Entschlossenheit. Smith von den Platzherren, der beste Akteur auf dem Platz, hielt es in der Schlussphase hinten nicht mehr aus. Kurz vor dem Ende wurde sein Gewaltschuss im letzten Augenblick abgeblockt.

Einen Sieg hatte keine Mannschaft verdient. Der Punkt hilft aber niemand weiter.
Fazit: Man braucht kein großer Prophet zu sein, um beiden Teams eine schwere Zeit vorherzusagen.

Quelle: Coburger Tageblatt
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