DVV COBURG I - TSV NEUDROSSENFELD 2:2 (1:1)
Erster Punktgewinn für Coburg
Auch am fünften Spieltag reichte es für den DVV Coburg in einer von viel Leidenschaft geprägten Auseinandersetzung gegen den starken TSV Neudrossenfeld nicht, den sehnlichst erhofften Dreierpack einzufahren. Das überaus verdiente 2:2-Unentschieden darf dennoch als Schritt in die richtige Richtung gewertet werden, da der DVV über 90 Minuten Fußball arbeitete und Teamgeist offenbarte. Als Knackpunkt entpuppte sich kurz vor dem Seitenwechsel eine rote Karte für Youngster Simon Sommer. Trotz der Dezimierung ging aber im zweiten Durchgang ein Ruck durch das gesamte Team, das nun am kommenden Samstag in Aubstadt verlorenen Boden gut machen möchte. Die DVVler schienen diesmal mit einer anderen Körpersprache als bei ihrer jüngsten Heimpleite gegen Höchberg aus der Kabine zu kommen. An der Maßgabe von Coach Stefan Braungardt, den enormen Druck von vier Niederlagen in Folge in positive Energie umzusetzen, wurde gefeilt. Das Mitwirken von Stefan Leffer nach nur einem Spiel Sperre tat dem Spielaufbau im Mittelfeld gut. Allerdings entpuppten sich auch die Gäste als konsequenter und bissiger Widersacher, der die Anfangsoffensive der Vestestädter dank guter Zuordnung in den hinteren Reihen schadlos überstand. Erstmals drohte nach einem Flügelwechsel von Jakob Engelmann Gefahr (13.), aber David Reich segelte knapp am Leder vorbei. Neudrossenfeld setzte seine Spitzen Sebastian Schumann und Perparim Gashi mit langen Bällen in Szene und wirkte dabei nicht ungefährlich. Erstmals kamen die Hausherren in Bedrängnis, als ihr früherer Mannschaftskamerad Patrick Sudol (21.) unbedrängt zum Kopfstoß kam, jedoch sein Ziel verfehlte. Die Coburger Fans hatten wenig später den Torjubel schon auf den Lippen. Ein Reich-Kopfball aus spitzem Winkel parierte Keeper Matthias Küfner reaktionsschnell mit den Fingerspitzen, ehe ein Abwehrspieler zur Ecke klärte. Nach einer kurzen Phase, in der sich beide Seiten neutralisierten, gelang Reich (35.) der vermeintliche Befreiungsschlag. Nach einem gegnerischen Querschläger wuchtete er den Ball aus zehn Metern volley genau unter die Querlatte. Doch wie schon gegen Frohnlach und Höchberg erwies sich die Führung als Bumerang. Bei einer Ballstafette über mehrere Stationen war die Abwehrkette der Hausherren nicht im Bilde. Bei einem Heber über den herausstürzenden Bastian Bauer vermochte Simon Sommer nur mit einem Handspiel auf der Torlinie zu klären. Beim fälligen Elfmeter ließ sich Gashi die Chance zum 1:1 nicht entgehen. Da Sommer zurecht die rote Karte erhielt, musste die Heimelf die zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten. Die DVVler wollten dieses Manko mit verstärktem Einsatz wettmachen. Als der für den lustlos wirkenden Dahlke eingewechselte Gökan Sener (47.) von Steffen Taubenreuther im Strafraum unsanft von den Füßen geholt wurde, blieb der erhoffte Elfmeterpfiff aus. Bei der nächsten Attacke von Bartosz Partyka gegen Reich war es soweit. Den fälligen Foulelfmeter setzte Timo Jahrsdörfer an den Innenpfosten. Das Pech schien dem Schlusslicht weiter an den Füßen zu kleben. Obwohl alle Akteure energisch fighteten, nahm das Unheil seinen Lauf. Sebastian Schumann (69.) zog aus halblinker Position ansatzlos ab und versenkte das Spielgerät zum 1:2 im Winkel des langen Eckes. Heimcoach Braungardt trieb seine Jungs in der Folgezeit unentwegt an. Diese mobilisierten alle Kräfte und erarbeiten sich Feldvorteile. Eine Energieleistung von Ertan Sener (74.) brachte den erneuten Ausgleich. Sein trockener Flachschuss aus 18 Metern schlug unhaltbar im rechten Eck ein. Dann beinahe noch der Siegtreffer. Bei einer Co-Produktion der Sener-Brüder kam Ertan um Sekunden Bruchteile gegen den den Winkel verkürzenden Küfner zu spät.
Quelle: Anpfiff.info