| Es ist unglaublich. Vor einer Woche beim Sieg in Kronach war die Mannschaft des 1. FC Lichtenfels läuferisch und kämpferisch überragend. Und nun zu Hause gegen den DVV Coburg 2 war nichts mehr davon zu sehen. Die keineswegs überragenden Gäste aus Coburg, die übrigens nur mit einem Auswechselspieler angereist waren, konnten mit einer soliden Leistung drei Punkte aus der Korbstadt entführen. Die erste Hälfte war äußerst zerfahren. Viele Fehlpässe auf beiden Seiten ließen kaum Spielfluss aufkommen. Wenn die Lichtenfelser doch einmal zu einer Kombination ansetzten, machten dies die Gäste mit vielen kleinen Fouls clever zunichte. Vielleicht hätte der Schiedsrichter hier eher härter durchgreifen müssen. Ein kurzer Tiefschlaf des 1. FC Lichtenfels bei einer kurz ausgeführten Coburger Ecke brachte das 0:1. Gökhan Sener jagte das Leder vom linken Strafraumeck unhaltbar für Christian Holzmann in den Torwinkel. Die einzige Möglichkeit für die Einheimischen vor der Pause hatte Hakan Bozkaya. Er scheiterte jedoch am Coburger Schlussmann Sam Pätzold. Nach dem Seitenwechsel machte der FCL mehr Druck, ohne jedoch zu zwingenden Torchancen zu kommen. Bezeichnenderweise fiel das 0:2 nach einer Lichtenfelser Freistoßchance. Die Coburger fingen den Ball ab, spielten schnell nach vorne und Fevzi Kilic schloss den Konter unter gütiger Mithilfe des FCL erfolgreich ab. Kurz darauf kam bei den Korbstädtern wieder Hoffnung auf, als sich der eingewechselte Erbil Demirel gekonnt über rechts durchsetzte und den Anschlusstreffer erzielte. Zwei Minuten später hätte der gleiche Spieler sogar fast den Ausgleich erzielt, doch er erreichte das etwas ungenaue Zuspiel von Bozkaya nicht ganz. Mitten in diese kleine Drangperiode leistete sich die Lichtenfelser Hintermannschaft den nächsten Bock. Eine weite Flanke konnte nicht geklärt werden und Daniel Krug spitzelte den Ball an Christian Holzmann vorbei zum 1:3. Aber bereits vier Minuten später brachte Manuel Lutter, von Heiko Konrad gut angespielt, seine Mannen mit einem satten 20-Meter-Schuss auf 2:3 heran. In der letzten Viertelstunde versuchte der FCL mit aller Macht den Ausgleich zu erzwingen, die Aktionen wurden jedoch immer hektischer. So kamen keine klaren Torchancen mehr zustande. In der Nachspielzeit schloss Sascha Reuschenzehn einen Konter noch zum 2:4 ab. Die Lichtenfelser müssen in ihre Saisonziele revidieren. Ohne Durchschlagskraft nach vorne, ohne Druck auf das gegnerische Mittelfeld und zu viele Fehler in der Abwehr, lassen das Vorhaben "Vorne mitspielen" in weite Ferne rücken. In dieser Form gehört der 1. FC Lichtenfels zu den Abstiegskandidaten. Quelle: Anpfiff.info |
