SAMBO kehrt zurück

Simon Sommers Rückkehr zum DVV

„Mein Herz hängt an dem Verein“

von Marco Heumann

Die Personalie überrascht. Nach nur sechs Monaten verlässt Simon Sommer den VfL Frohnlach und kehrt zum soeben in die Bezirksoberliga abgestiegenen DVV Coburg zurück. Im Gespräch mit anpfiff erklärt der 20-Jährige, der als eines der größten Talente in der Rgeion gilt, die Gründe für seine Entscheidung und warum der Rückschritt noch lange nicht das Ende seiner höherklassigen Ambitionen ist.

Herr Sommer, nach einem halben Jahr geht das Kapitel VfL Frohnlach schon wieder zu Ende. War die Herausforderung für Sie als junger Spieler vielleicht zu groß?
Simon Sommer: Mir hat es in Frohnlach sehr gut gefallen, vor allem die sehr professionelle Organisation und die Strukturen. Ich will als Fußballer natürlich das Optimale für mich erreichen, aber ich will auch regelmäßig spielen.

Und das konnten Sie in Frohnlach nicht?
Simon Sommer: Natürlich hätte ich darauf hoffen können, dass sich in der nächsten Saison zwei oder drei Spieler verletzten und ich dann meine Chance bekommen, aber das wäre nicht mein Ding gewesen. Ich habe in dem halben Jahr gemerkt, dass es sehr schwer ist, in einer funktionierenden Mannschaft seinen Platz zu finden. Und im Hinblick auf mögliche Verstärkungen für die Bayernliga wäre es in der kommenden Saison sicherlich nicht einfacher geworden. In Coburg bekomme ich einfach mehr Spielpraxis.

Aber trotzdem! Warum gehen Sie ausgerechnet zum DVV Coburg zurück, der ja bekanntlich in finanziellen Schwierigkeiten steckt und eben erst abgestiegen ist?
Simon Sommer: Mein Herz hängt an dem Verein. Ich war seit der D-Jugend dort und kenne jeden. Das Umfeld passt und gefällt mir sehr gut. Ich hatte in Coburg immer eine schöne Zeit und habe den DVV in den letzten Monaten auch vermisst. Ich bin ein Typ, der ein familiäres, gewohntes Umfeld braucht. Da finde ich beim DVV, auch wenn es dem Verein im Moment schlecht geht. Dort kann ich auch mit meinen alten Freunden kicken. Beim VfL hatte mir dieses heimische Gefühl ein wenig gefehlt.

Hätte es ab dem Sommer nicht aufkommen können? Immerhin wird Stefan Braungardt, der sie in Coburg zum Landesliga-Spieler gemacht hat, neuer Trainer der Frohnlacher Zweiten…
Simon Sommer: Stefan hat natürlich mit mir gesprochen und mir gesagt, dass er mich gerne halten würde. Er ist ein Super-Trainer und eine tolle Persönlichkeit. Aber gegen den DVV hat noch nicht einmal Brauni eine Chance.

Welche Ziele streben Sie mit dem DVV an?
Simon Sommer: Die Bezirksoberliga wird in der neuen Saison richtig reizvoll. Etliche Vereine werden aufrüsten, um den Sprung in die neue fünfgeteilte Landesliga zu schaffen. Das wird ein richtiges Hauen und Stechen um die ersten sechs Plätze werden. Und dabei wollen wir kräftig mitmischen. Die Rückkehr in die Landesliga sollte mit dem Kader schon möglich sein.

Das halbe Jahr beim VfL Frohnlach war Ihr erster Versuch höherklassig Fuß zu fassen. Sehen wir Sie irgendwann wieder bei einem Spitzenverein der Landesliga oder sogar noch weiter oben?
Simon Sommer: Ich bin ehrgeizig und will immer so hoch wie möglich spielen, wobei die Betonung auf spielen liegt. Mit dem Wechsel nach Coburg bin ich ja nicht komplett weg vom Fenster. Auch der VfL hat mich sicherlich weiter im Fokus. Ich glaube auch nicht, dass der Qualitätsverlust so groß ist, weil ich die Bezirksoberliga in der kommenden Saison sehr stark einschätze. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Herausforderung.

Vielen Dank für das Gespräch!


Quelle: Anpfiff.info

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